Visit Cultural Fuel

Interested in more insights and creative from around the world? Check out CulturalFuel.com

Demontage von Markenartikeln?

Am vergangenen Wochenende veröffentlichte die Bild am Sonntag (14. Juni 09, Auflage ca. 1,7 Mio) einen Artikel, der investigativ den Lebensmittel-Herstellern nachgeht, die hinter den sogenannten No-Name-Produkten und Eigenmarken der Retailer stecken. Online gibt es eine stark abgespeckte Version hier.

Über drei Seiten plakatiert man dort die No-Name-Produkte und stellt das jeweilige Markenprodukt gegenüber. Dabei werden Endpreis und 100g-Preis gegenübergestellt und eine Erklärung gegeben, worauf sich der Herstellernachweis stützt.

Auch wenn dann 2 Lebensmittelexperten erklären, dass die Rezepturen sich grundlegend unterscheiden können - wesentlich ist doch, dass der Leser die Erkenntnis mitnimmt, No-Name-Produkte sind rund 30 % günstiger, nicht wirklich qualitativ schlechter und oft steckt das (Marken-)Produkt nur in einem anderen Gewand.

Die Nachricht, dass hinter den Eigenmarken des Handels oftmals Markenhersteller stecken, dürfte für die deutschen Verbraucher nicht wirklich neu sein. Gibt es doch bereits unzählige Bücher, Internetbeiträge und etliche andere Artikel zu diesem Thema.

Doch in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage, bekommt die journalistische und breitenwirksame Aufwertung von Eigenmarken der Einzelhändler eine neue Qualität.

Der Handel forciert seine Eigenmarken, die ja auch in Sachen Package Design enorm aufgeholt haben. Insbesondere Markenartikler, die nicht zu den A-Brands gehören und ihre “Hausaufgaben” im Shoppermarketing nicht gemacht haben, dürften sich bereits gehörig vor der einen oder anderen Auslistung fürchten.

Wir haben die jüngsten Entwicklungen von “Premium Private Label” im Bereich Food erst kürzlich untersucht. Einige Händler, insbesondere in der Schweiz, UK, Frankreich und den USA haben da tolle Benchmarks zu bieten. Wissend, dass Shelf-Space nicht gleich Mind-Space ist, werden dort rund um die Premium-Eigenmarken Erlebnisse außerhalb des Stores geschaffen, fernab der gängigen in-Store Taktiken. Insbesondere im Internet passiert eine Menge, die Händler bauen hier tatsächlich starke Marken auf.

Insofern ist der Titel eigentlich falsch - nicht die Markenartikel werden demoniert, sondern Wahrnehmung und Verständnis von Eigenmarken des Handels werden revidiert.

Bei Interesse an unserer kleinen aber feinen Studie, bitte uns ganz einfach per Mail kontaktieren.

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>